Von der Produktionsfreigabe direkt in die Hand des Maschinenbedieners
Wie Darko-Darming Laufkarten und 2D-Zeichnungen mit 42°OS automatisch zusammenführt und druckfertig ausgibt — ohne manuelles Heraussuchen und Tackern.
Das Unternehmen
Darko-Darming ist ein metallverarbeitender Betrieb mit 25 bis 30 Mitarbeitenden. Nach der bereits automatisierten Stammdatenpflege und der Auftragsverarbeitung folgte der nächste Schritt: der Übergang vom freigegebenen Produktionsauftrag bis zu den physisch an der Maschine benötigten Laufkarten.
In der Fertigung arbeitet jede Maschine mit einer Laufkarte pro Bauteil — ergänzt um die passende 2D-Zeichnung. Diese Kombination zusammenzuführen und druckfertig zu machen, war bisher ein kleinteiliger, manueller Vorgang.
Laufkarten vereinzeln, Zeichnung finden, doppelseitig drucken, tackern
Wird ein Produktionsauftrag im ERP-System MKG freigegeben, erzeugt MKG eine PDF-Datei mit allen Laufkarten der zugehörigen Baugruppe — üblicherweise zwischen einer und zwanzig. Danach begann bisher die manuelle Arbeit: das PDF in einzelne Laufkarten zerlegen, zu jeder Laufkarte die passende 2D-Zeichnung auf dem Dateiserver finden, beide Seiten zusammenführen, doppelseitig drucken und physisch zusammenheften.
Das ist keine anspruchsvolle, aber eine aufwendige Tätigkeit — für jeden Auftrag, jeden Tag. Zeit, die mehrfach pro Tag anfällt und nirgends dokumentiert ist, weil sie einfach „dazugehört".
Ein Assistent, der die Laufkarte druckfertig an die Maschine bringt
Gemeinsam mit 42grad wurde auf Basis von 42°OS ein Assistent eingerichtet, der genau diesen Vorgang übernimmt. Sobald MKG die PDF-Datei mit den Laufkarten ablegt, erkennt der Assistent sie und startet den Workflow automatisch.
Das Multi-Laufkarten-PDF wird in einzelne Laufkarten vereinzelt. Zu jeder einzelnen Laufkarte sucht der Assistent anhand der enthaltenen Artikel- bzw. Teileinformation die zugehörige 2D-Zeichnungsdatei auf dem Dateiserver. Laufkarte und 2D-Zeichnung werden zusammengeführt und pro Bauteil als doppelseitiger Druckauftrag an den richtigen Drucker gesendet — Laufkarte vorn, Zeichnung hinten, fertig zur Übergabe an die Maschine.
So funktioniert der Workflow
- 1
Produktionsauftrag in MKG freigeben
Die Produktionsverantwortlichen geben den Auftrag im ERP-System MKG frei — der gewohnte Freigabe-Schritt bleibt unverändert.
- 2
MKG erzeugt PDF mit allen Laufkarten
MKG exportiert automatisch ein PDF, das sämtliche Laufkarten der zugehörigen Baugruppe enthält — üblicherweise 1 bis 20 Stück.
- 3
42°OS greift das PDF auf
Der Assistent überwacht den Ausgabeordner und erkennt neue Laufkarten-PDFs automatisch. Keine manuelle Übergabe notwendig.
- 4
Laufkarten vereinzeln
Das Sammel-PDF wird in einzelne Laufkarten aufgeteilt — eine Datei pro Bauteil bzw. Produktionsschritt.
- 5
2D-Zeichnung suchen und ergänzen
Zu jeder vereinzelten Laufkarte sucht der Assistent die passende 2D-Zeichnungsdatei auf dem Dateiserver — anhand von Teile- bzw. Artikelinformationen auf der Laufkarte.
- 6
Doppelseitig drucken
Pro Bauteil entsteht ein doppelseitiger Druck: Laufkarte vorn, 2D-Zeichnung hinten. Der Druck wird direkt an den richtigen Drucker gesendet.
Ein „unsichtbarer" Schritt, der viel Zeit spart
Das Zusammenführen von Laufkarten und Zeichnungen ist ein Prozess, der sich nie auf eine offizielle Prozessbeschreibung geschafft hätte — er war einfach Teil des Alltags. Genau solche „unsichtbaren" Handgriffe sind in der Summe oft diejenigen, die am meisten Kapazität binden.
Mit der Automatisierung verschwindet nicht nur die Tätigkeit — es verschwindet auch die Fehlerquelle, dass bei Zeitdruck eine Zeichnung zur falschen Laufkarte getackert wird. Die Fertigung bekommt das, was sie braucht, konsistent und ohne Nachfragen.
Ergebnis
Manuelles Suchen und Tackern entfällt
Die Vorbereitung der Produktionsunterlagen läuft ohne menschlichen Eingriff — die physischen Dokumente liegen direkt am richtigen Drucker bereit.
Keine falsch zugeordneten Zeichnungen
Die Zuordnung Laufkarte ↔ Zeichnung erfolgt systemgestützt und konsistent — das klassische „falsches Blatt" gehört der Vergangenheit an.
Entlastung der Produktionsleitung
Was bisher vor jedem Auftrag händisch passieren musste, läuft jetzt automatisch — mehr Zeit für echte Produktionsaufgaben.
Skalierbar bei Auftragsspitzen
Ob ein Auftrag mit einer Laufkarte oder zwanzig — der Assistent arbeitet gleich zuverlässig, ohne dass jemand nachlegen muss.
Vollständig auf eigener Infrastruktur
Der Assistent läuft auf derselben Infrastruktur wie die übrigen bei Darko-Darming automatisierten Prozesse — vollständig auf einem eigenen Server, ohne externe Datenabhängigkeiten.
- Kein Datenaustausch mit externen Cloud-Anbietern
- Integration in MKG, den Dateiserver mit 2D-Zeichnungen und die Druckerlandschaft
- DSGVO-konform und auf europäischem Boden
- Ein weiterer Baustein im wachsenden Assistenten-Ökosystem bei Darko-Darming